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KI-Workshop für Ingenieur- und Planungsbüros

Zwei Tage im Büro, gearbeitet wird an den eigenen Dokumenten und Prozessen. Der Workshop vermittelt, wie Sprachmodelle tatsächlich arbeiten, wie sich wiederkehrende Fachdokumente in belastbare Arbeitsschritte zerlegen lassen und welche Regeln dabei gelten. Am Ende steht ein erprobter Arbeitsablauf, kein Foliensatz.

„Das Bewusstsein für Möglichkeiten und Funktionen der KI hat einen viel größeren Einfluss auf die erfolgreiche Anwendung als die Auswahl des Sprachmodells.“
NIKOLAI HÜLTENSCHMIDT, GESCHÄFTSFÜHRER LOCAL4LOCAL, KI-MANAGER (IHK)
Das Format auf einen Blick
Dauer und Ort

1-2 zusammenhängende Tage, in der Regel in den Räumen des Büros oder online

Teilnehmerkreis
Geschäftsführung, Büroleitung, Projektleitung und Fachbereiche
Fachrichtungen
Geotechnik, TGA, Tiefbau, Hochbau, Tragwerksplanung, Vermessung, Projektsteuerung
Voraussetzungen

Keine Vorkenntnisse erforderlich.

Ergebnis
Ein an echten Unterlagen erprobter Arbeitsablauf, dazu Regeln für den Einsatz im Büro
Nachweis

Auf Wunsch Teilnahmebescheinigung für alle Teilnehmenden

Teilnehmerzahl und Honorar
Auf Anfrage, abhängig von Bürogröße und Fachrichtung

Ausgangslage in vielen Büros

In den meisten Büros wird bereits mit Sprachmodellen gearbeitet, nur unabgestimmt. Einzelne probieren etwas aus, die Ergebnisse lassen sich nicht wiederholen, und niemand kann verbindlich sagen, welche Daten eingegeben werden dürfen. Häufig liegt ein erster Versuch vor, der im Sande verlief, weil die Nacharbeit am Ergebnis mehr Zeit kostete als die gewohnte Bearbeitung.

Der Unterschied zwischen einem Versuch und einem Werkzeug liegt nicht im Modell, sondern in der Beschreibung der Aufgabe. Ein Arbeitsschritt, der sich nicht erklären lässt, lässt sich auch nicht übergeben.

Ergebnisse der zwei Tage

Aufgaben zerlegen
Ein Prozess wird in Arbeitsschritte zerlegt, die zuverlässig von der KI abgearbeitet werden.
Aufgaben richtig stellen
Rolle, Aufgabe, Kontext und Format werden so gesetzt, dass das Ergebnis den erwarteten Detailgrad hat, statt allgemein zu bleiben.
Fehler erkennen und eindämmen
Die typischen Fehlerbilder und ihre Auslöser sind bekannt, ebenso die vier Mittel dagegen: Quellen mitgeben, Aufgaben aufteilen, Nichtwissen zulassen, die Entscheidung beim Menschen belassen.
Wiederkehrendes dauerhaft hinterlegen
Aus einer bewährten Anweisung wird ein hinterlegter Arbeitsablauf, der Dokumente im Hausstil erzeugt, bis in Gliederung und Formulierung.
Rechtlichen Rahmen einordnen
Die drei Pflichten aus dem Datenschutz sind benannt, ebenso die Frage, ob gekaufte Normen überhaupt maschinell ausgewertet werden dürfen.
Die Einführung planen
Am Ende steht fest, wer im Büro anfängt, womit begonnen wird und wie die übrigen Mitarbeitenden nachgezogen werden.

Tag 1: Grundlagen und Methode

Block 01

Bestandsaufnahme im Büro

Der Tag beginnt nicht mit Technik, sondern mit den Nadelöhren: Welche Arbeitsschritte kosten heute Wochen, wo entstehen Fehler, welche Dokumente sind immer wieder ähnlich aufgebaut.

Block 02

Wie ein Sprachmodell arbeitet

Der Unterschied zu klassischer Software. Warum ein Sprachmodell mit Wahrscheinlichkeiten arbeitet und nicht mit Wissen, und was daraus für die Qualität der Eingabe folgt. Iteration statt einmaliger Anfrage.

Block 03

Fehler und Halluzinationen

Wie falsche Angaben entstehen, woran sie zu erkennen sind und mit welchen vier Mitteln sie sich eindämmen lassen. Dazu die typischen Auslöser: fehlender Kontext, überladene Eingaben, Druck auf eine schnelle Antwort.

Block 04

Aufgaben richtig stellen

Die Grundformel aus Rolle, Aufgabe, Kontext und Format. Warum die Rollenbeschreibung den Detailgrad steuert. Beispiele statt Annahmen, vorgegebene Klassifizierungen statt Raten, der Unterschied zwischen dauerhafter und einmaliger Anweisung.

Block 05

Denken in Schritten

Eine große Aufgabe so zerlegen, dass sie zuverlässig abgearbeitet wird, gezeigt an einem Fachdokument. Dazu der begrenzte Arbeitsspeicher eines Modells und wie er freigehalten wird.

Tag 2: Anwendung und Rahmen

Block 06

Vom einzelnen Prompt zum hinterlegten Ablauf

Wann eine wiederkehrende Aufgabe einen dauerhaften Arbeitsablauf braucht statt einer einmaligen Anweisung. Wie sich die Anweisung mit dem Modell gemeinsam schreiben lässt, und warum ein solcher Ablauf Dokumente im Hausstil erzeugt statt erkennbar nach Maschine zu klingen. Ausblick auf Agentensysteme.

Block 07

Arbeit am eigenen Dokument

Die Gruppe baut gemeinsam eine Arbeitsanweisung für ein echtes Fachdokument des Büros, schärft sie nach und überführt sie in einen wiederverwendbaren Ablauf. Am Ende steht ein funktionierendes Ergebnis, kein Beispiel von der Folie.

Block 08

Recht, Datenschutz und Einführung im Büro

Datenschutzerklärung, Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten und Vertrag zur Auftragsverarbeitung. Urheberrecht bei Normen und Fachliteratur. Warum ungeschulte Mitarbeitende ein Risiko sind und wie die Einführung organisiert wird.

Drei Punkte, die in allgemeinen KI-Schulungen fehlen

Fachliche Tiefe

Allgemeine KI-Schulungen kratzen oft nur an der Oberfläche der Funktionsweise. Der Transfer auf die komplexen Abläufe in Ingenieur- und Planungsbüros fehlt oft vollständig und wird vom eigenen Team erwartet. Unsere Experten können jahrelange Erfahrung mit fachspezifischen Anwendungsfällen vorweisen und sich in die Prozesse hineindenken.

Hinterlegte Abläufe statt einzelner Anweisungen

Eine einmalige Anweisung liefert ein einmaliges Ergebnis. Ein hinterlegter Ablauf liefert dasselbe Ergebnis in derselben Qualität, mit der Gliederung und dem Sprachgebrauch des Hauses. Das ist der Schritt, an dem der Einsatz vom Ausprobieren zum Werkzeug wird.

Das eigene Dokument als Übungsgegenstand

Gearbeitet wird an einer echten Unterlage aus dem Büro, nicht an einem Lehrbeispiel. Damit ist am Ende des zweiten Tages überprüfbar, ob das Verfahren im eigenen Betrieb trägt.

Die Darstellung ersetzt keine Rechtsberatung.

Wofür der Workshop nicht gedacht ist

Er ist keine Produktschulung für ein bestimmtes Werkzeug und keine Rechtsberatung. Er ersetzt auch keine Softwareeinführung. Geht es allein darum, die Unterweisungspflicht nach Artikel 4 KI-VO zu erfüllen, ist die kürzere Schulung der passendere Weg. KI-Schulung und KI-Richtlinie ›

Häufige Fragen

Fragen aus den Workshops

In der Planung ist das bisher nicht zu beobachten. Was wegfällt, sind Arbeitsschritte, nicht Rollen: das Abtippen, das Zusammensuchen, die dritte Formatierungsrunde. Wo Personal knapp ist, entlastet das. 

Eine zuverlässige technische Erkennung gibt es nicht. Entscheidend ist ohnehin etwas anderes: Das Dokument muss fachlich richtig sein und von einer verantwortlichen Person geprüft und freigegeben werden. Diese Verantwortung verschiebt sich durch den Einsatz eines Werkzeugs nicht.

Drei Punkte: Die Datenschutzerklärung muss den Einsatz abbilden, das Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten muss die Verarbeitung enthalten, und mit dem Anbieter braucht es einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung. Der Workshop zeigt, wie das im Büro abgearbeitet wird. Die Darstellung ersetzt keine Rechtsberatung.

Nein, durch die Kompetenzschulung im Workshop beobachten wir eine viel schnellere Lernkurve als der Versuch eines eigenen Piloten im Haus. Das zeitliche Investment in den Workshop amortisiert sich durch kürzere Testphasen, bessere Ergebnisqualität und geringere Nacharbeit.

Nein. Der Workshop beginnt bei der Frage, wie ein Sprachmodell arbeitet, und setzt keine Erfahrung voraus. Gebraucht werden ein Rechner je Teilnehmer und eigene Musterdokumente aus dem laufenden Betrieb.

Die im Workshop entstandenen Abläufe bleiben im Büro und können dort weiterentwickelt werden. Wo es sinnvoll ist, folgt der Aufbau weiterer Abläufe entlang der Leistungsphasen oder die Erschließung des Projektbestands. Beides ist gesondert beauftragbar und nicht Voraussetzung.

Passt das Format zum eigenen Büro?

Im Erstgespräch klären wir Teilnehmerkreis, Termin und Umfang, und ob ein Workshop der richtige Einstieg ist oder eine einzelne Anwendung schneller trägt.